Und wiedereinmal ist es soweit!!! Unsere heiß geliebten Politiker plädieren wiedermal für das Killerspielverbot. Kein neues Thema, wie man meint, aber wer fühlt sich auch dadurch gestresst, dass unsere Politiker schon wieder auf Quotenfang gehn? Die Innenministerkonferenz möchte ein zügiges Verbot von „Killerspielen“ durchbringen. Sie nennen das eine Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden.
Wie lange geht diese Diskussion eigentlich schon? 3 Leute von mehr als 80 Millionen Menschen laufen Amok und haben „Killerspiele“ gespielt. Aber wer sieht diejenigen, die durch „Killerspiele“ eine gewisse Entwicklung sozialer Art erfahren haben? Ich möchte mich selbst dazu rechnen. Diese Spiele haben dafür gesorgt das ich einen großen Freundeskreis habe und das wiederrum hat dazu geführt, dass ich viel weniger vor dem Rechner sitze und mehr mit meinen Freunden mache. Mein Gewaltpotential war während ich intensiver „Killerspiele“ gespielt habe gering und das ist es heute noch. Ich denke, dass es vielen so geht und das sind deutlich mehr Menschen als in 10 Jahren der Geschichte unserer Bundesrepublik Amokgelaufen sind.
Ist das nicht Beweis genug, dass „Killerspiele“ nicht direkt verantwortlich gemacht werden können? Wer bitte verbietet Küchenmesser, Schützenvereine und gewaltverherrlichende Musik/Literatur? Das soziale Umfeld sollte bei diesen Amokläufern betrachtet werden und unsere Politiker sollten aufhören sich auf irgendwelche “ einfachen“ Themen zu stürzen, um diese zum Sündenbock zu machen, nur um das Volk zu beruhigen. Das Problem ist damit nicht aus der Welt geschafft.
Ich möchte hiermit jedem Politiker die Fähigkeit absprechen, sich zu dem Thema „Killerspiele“ kompetent äußern zu können. Ich fühle mich in diesem Punkt nicht durch unsere Politiker vertreten, da sie sich nicht ausreichend mit dem Thema auseinander setzen, um kompetent urteilen zu können. Unsere Politiker sind für mich nichts weiter als Quotenhascher, die ihren Blick nur auf ihre Wiederwahl richten.
Diese ewige Thema frustriert mich, vor allem weil es zu Tode diskutiert wurde. Es sind zwischenzeitlich genug Beweise gebracht worden, von öffentlichen wie privaten Stellen, dass Amokläufe eher zur Außnahme zu zählen sind. Nebenbei bekommt man in „Killerspielen“ nicht beigebracht, wie man eine Waffe bedient. Das lernt man in der Bundeswehr, in Schützenvereinen, einschlägiger Literatur und von Freunden und Bekannten, die Waffen besitzen. Wenn man also Amokläufe verhindern will, indem man „Killerspiele“ verbietet, dann muss man konsequenterweise auch die Bundeswehr, Schützenvereine und privaten Waffenbesitz verbieten. Das Problem ist damit zwar nicht wirklich verhindert, aber es wäre konsequent. Um Amokläufe wirklich verhindern zu können müsste die Gesellschaft umgekrempelt werden. Man müsste mehr Geld für Sozialarbeiter und Schulpsychologen ausgeben, denn das Problem sind die Menschen und nicht irgendwelche Medien.
Das die Politiker die mich angeblich vertreten, mich zu einem Amokläufer machen wollen, finde ich schlichtweg eine Unverschämtheit. Ich spiele „Killerspiele“ und bin ein guter Bürger unseres Staates. Ich helfe wo ich kann, bin freundlich und schätze unseren demokratischen Staat, sofern er sich wie einer verhält. Ich bin jedoch nicht bereit, mich mit Amokläufern auf eine Stufe stellen zu lassen. Ich bin nicht gewaltbereit und „Killerspiele“ haben mich auch nicht gewaltbereiter gemacht. Ich spiele aus sportlichen Gründen und nicht wegen der Gewalt. Das diese Gewalt in Spielen derart überthematisiert wird, steht in keinem Verhältnis zu der Zahl an Spielern die sich wie normale und anständige Bürger benehmen.
Zum Abschluss noch der Artikel, der mich zu diesem Post bewegt hat:
http://www.gulli.com/news/innenministerkonferenz-2009-06-05/